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info-parkour.de | Magazin zur Campus-Kulturgenese | gefördert durch die Fakultät für Design, Medien und Information und die HAW Hamburg

Magazin 1.0

 

Bisher sind Weblogs in Deutschland, mit Ausnahme weniger Fälle, selten ernsthaft betriebene oder erfolgreiche Publikationsorgane. Blogger kennen sich untereinander, die Community ist hochgradig aktiv. Der durchschnittliche Internet-User kennt kaum einen Weblog.

Ein Weblog dient der Diskussion und dem Austausch, der Selbstdarstellung und seine Betreiber können sich aussuchen, wie persönlich sie dabei werden wollen. Das gilt auch für die Hinterlassenschaften in Foren oder interessensspezifischen Communities, nicht zuletzt für die Videos auf YouTube. Jeder kann mitmachen. Das erfolgreiche Betreiben einer Community oder eines Weblogs ist eine hohe Kunst. Wie das Schreiben, das Studieren oder das Lesen.

Mülltrennung durch den Leser

Jeder kann einen Weblog betreiben, ein Video drehen, Kommentare schreiben, Stellung nehmen und Beiträge posten. Das Schöne daran, auch alles Unschöne kann ungefiltert publiziert werden. Man ist unabhängig in seiner Berichterstattung, in der Art der Darstellung und Tiefe der Ausführung. Ein Beitrag ist also nicht gleich ein Beitrag. Jeder Leser muss eigene Kriterien entwickeln, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen.

Die Meinungsfreiheit im Web 2.0 ist grenzenlos. Vernunft oder Nachhaltigkeit zählt nicht zu den Qualitätskriterien. Ob dies als ein Fortschritt zu betrachten ist, ist streitbar. Ob ein Magazin ohne integrierten Weblog, Forum etc. rückschrittlich ist, auch.

Die Web-2.0-Hysterie

Da die Entwicklung des Web 2.0 ein starkes Medienecho erzeugte, ist der Weblog, sind die möglichen Applikationen zur Interaktion in aller Munde. Einige Menschen gehen in der Annahme, dass zu einer Internetseite im Zeitalter des Web Zwei Null ein Weblog oder Diskussionsforen zwangsläufig dazugehören. Im Fall »Second Life« verhielt sich die Fachpresse ähnlich hysterisch. Studien bezeugten, eine Teilnahme sei unumgänglich.

Inzwischen haben einige Firmen ihre Foren aufgrund der steigenden Unübersichtlichkeit geschlossen, Weblogs wieder eingestellt oder aufgrund der Personaldecke auf Eis gelegt, da sie bemerkt haben, dass allein durch die Funktion eines Weblogs noch keine Zielgruppe gebunden wird. Das allein durch ein Weblog, Foren oder Xing-Communities nicht automatisch das entsteht, was auch vorher nicht existent war: Authentizität, Vertrauen oder Glaubwürdigkeit.

info-parkour.de ist verantwortlich 1.0

info-parkour.de bietet die Möglichkeit der Kommentarfunktion sowie eine Keimzelle für Ideen. Und genau wie auf einem qualitativ hochwertigen Weblog werden die Beiträge vor Veröffentlichung geprüft, da wir uns gegenüber aller am Magazin Mitwirkenden verantwortlich fühlen. info-parkour.de fühlt sich verantwortlich gegenüber den ca. 2.300 Studenten der Fakultät DMI. Denn auch unsere potenziellen Arbeitgeber werden in dieses Magazin einsehen und jeden einzelnen Kommentar lesen und Rückschlüsse bilden können. Zur Qualität und dem Grad unserer Bildung, zur Fähigkeit unseres Sprach- und Ausdrucksvermögens, die Kompetenz, wenn auch niemals in Gänze überhaupt möglich, annähernd objektiv zu sein. 

Wir haben gelernt, dass gerade wir Studenten zu emotionalen Ausdrucksformen neigen. Jeder einzelne Redakteur, Autor oder freie Mitarbeiter, der sich am Projekt info-parkour.de beteiligt, profitiert darum vom Vier-Augen-Prinzip. Alle Texte werden gegengecheckt und auf unvertretbare Äußerungen hin geprüft, auf Sachlichkeit, Stilistik, Inhalt etc.

info-parkour.de will Entwicklung fördern. Unser Team weiß darum, dass wir dafür die Sprache des jeweiligen Gegenübers sprechen lernen müssen. Und wir müssen Vertrauen finden, gerade unter den Professoren. Die einem nicht-professoralen Projekt teils sehr skeptisch gegenüberstehen. Das bedeutet nicht, dass wir von uns aus behaupten möchten, Perfektion zu leisten, noch die Kunstfertigkeit besitzen, in allem und jedem verständlich zu erscheinen. Eher Perfektion zu üben. Aber auch dabei macht man Fehler.

[Juni 2008]

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